ALLES, WAS DU ÜBER DIE GRUNDLAGEN DER MEDITATION WISSEN MUSST

Wir leben in einer Gesellschaft voller Ablenkungen. Ob es nun das Fernsehen, das Radio oder das Internet sind. Kaum vorstellbar, dass dies vor 20 Jahren noch ganz anders war. Wir haben die Möglichkeit mit unserem Smartphone alle Informationen direkt abzurufen, jedoch finden wir durch genau dieses Gerät auch extreme Ablenkung. Von den endlosen Social Media Streams lassen wir uns immer tiefer ins Unbewusste hineinziehen, und die eigentlich normale Außenwelt verblasst immer mehr und mehr. Deshalb ist es heutzutage wichtiger als je zuvor ein Werkzeug zu haben, welches dich mit deinem „inneren Selbst“ verbindet. Um dies zu erreichen gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Eines der stärksten Tools dafür ist die Meditation.

WIE FUNKTIONIERT MEDITATION? WIE BEGINNE ICH?

Ort: Finde einen Ort wo du dir sicher sein kannst, dass du während der Meditation nicht gestört wirst. Du kannst dich dadurch zu 100% auf die Meditation einlassen und musst keine Angst haben unterbrochen zu werden. 

Sitzposition: Hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Ich empfehle dir, dich entweder auf ein Kissen im Schneidersitz zu setzen oder kniend mit einem Kissen unter dem Gesäß. Es gibt auch Meditationen, die du in liegender Position durchführen kannst, doch Ziel der Meditation ist es achtsamer zu werden. Dies trainierst du unter anderem durch das aufrechte Sitzen. Nach einer Zeit wird der aufrechte Sitz unangenehm und dein Kopf wird dir sagen, du sollst die Sitzposition wechseln. Realisiere den Gedanken und lasse ihn in den Hintergrund gleiten. Die liegende Position macht dich hingegen müde und erfordert keinerlei Durchhaltevermögen.

Während der Meditation: Du kannst mit geschlossenen oder auch offenen Augen meditieren. Mit geschlossenen Augen wird es dir einfacher fallen. Zuallererst lenkst du deine Aufmerksamkeit auf die Atmung. Es ist völlig normal, dass dein Verstand mit Gedankengängen überströmt ist. Versuche jeden einzelnen Gedanken zu realisieren, ihn zu akzeptieren und weiterziehen zu lassen. Wichtig: Bei der Meditation geht es darum deine Aufmerksamkeit in den gegenwärtigen Moment zu lenken, darum musst du lernen, deine Gedanken zu kontrollieren, denn sie entfernen dich vom gegenwärtigen Moment in die Zukunft oder die Vergangenheit. Das heißt jedoch nicht, dass du dich mit deinen Gedanken nicht mehr konfrontieren solltest, denn dies würde zum Unterdrücken dieser führen. 

Werkzeuge, die dir helfen mehr bei dir zu bleiben:

  • höre entspannende Musik während der Meditation und versuche genau zu realisieren, welche Instrumente gerade gespielt werden
  • geistiges von eins bis zehn zählen kann dir helfen Gedanken fern zu halten
  • die Aufmerksamkeit auf deinen Körper richten. Du kannst dir Fragen stellen wie: Wie fühlen sich meine Gliedmaßen an? Bin ich verspannt? Habe ich Schmerzen? 

Die größte Offenbarung ist die Stille“ – Laotse

WIE KANN ICH MEDITATION IN DEN ALLTAG INTEGRIEREN?

Wenn wir neue Dinge in unseren Alltag integrieren, funktioniert dies meist nur für ein paar Tage, danach lässt unsere Motivation nach und wir stoppen unser Vorhaben. Eine gute Möglichkeit ist es deshalb, Meditation in Form einer Challenge zu absolvieren.

Ein Beispiel: du meditierst 30 Tage lang täglich für fünf Minuten, wenn möglich immer zum selben Zeitpunkt (direkt nach dem Aufstehen oder vor dem zu Bett gehen ist eine gute Möglichkeit).

Was sind die Vorteile dieser Challenge? 

  • Wir Menschen gehen immer davon aus wir müssten neue Gewohnheiten bis ans Ende unseres Lebens durchführen, weshalb die meisten schon nach den ersten paar Tagen ihr Vorhaben aufgeben. Durch die Zeitliche Begrenzung wird dir das erreichen deiner Ziele viel einfacher fallen.
  • nach den 30 Tagen entsteht eine Gewohnheit. Somit hast du die neue Tätigkeit in deinen Alltag integriert und es wird dir nicht mehr schwer fallen sie weiter auszuführen, da du dich nicht mehr dazu überwinden musst 

MEDITATION IST ZEITVERSCHWENDUNG, WAS SOLL MIR RUHIGES SITZEN SCHON BRINGEN?

Genau das war anfangs auch meine Meinung. Doch die Meditation erlaubt es dir gefühlt täglich mehr Zeit zu haben. Das liegt daran, dass du den Tag präsenter erlebst. Du musst dir vorstellen, dass wir täglich 90% unserer Handlungen unterbewusst erleben, weil unser Alltag größtenteils die gleichen Gewohnheiten beinhaltet und wir dafür unser Bewusstsein nicht benötigen. Genau deshalb müssen wir versuchen, die Dinge bewusster zu erleben. Und genau hiermit hilft uns die Meditation.

WELCHE MÖGLICHKEITEN GIBT ES, UM DIE MEDITATION DURCHZUFÜHREN?

Hören: Du kannst dich entscheiden zwischen einer stillen, einer geführten oder einer Geräuschmeditation. Für den Anfang kann ich dir auf jeden Fall die geführte Meditation empfehlen. Apps wie „Headspace“ oder Youtube Kanäle wir „Ohrinsel“ können dir dabei helfen.

Sehen: Eine Mediation mit geschlossenen Augen ist für die Mehrzahl der Menschen die beste Option, da man sich besser auf sein Inneres konzentrieren kann. 

Riechen: Du kannst deine Meditation mit Duftkerzen oder Räucherstäbchen verfeinern. Ein Ziel der Mediation soll es sein, Abstand von seinen Gedanken zu nehmen. Konzentrierst du dich ganz genau auf die verschiedenen Gerüche während der Meditation, wirst du auch weniger in Gedanken versinken.

Denke daran, manchmal, wenn man etwas nicht bekommt, was man unbedingt will, dann ist es vielleicht ein richtiger Glückstreffer” – Dalai Lama

ZUSAMMENFASSUNG WIE SIEHT DEINE ERSTE MEDITATION AUS:

  • suche dir einen Ort an dem du dich wohlfühlst
  • setze dich entweder im Schneidersitz oder kniend (mit Polster auf den Boden -> das Becken sollte immer höher als die Knie sein)
  • wenn du bereit bist, schließe die Augen 
  • konzentriere dich aktiv auf deine Atmung
  • wenn du mit den Gedanken abschweifst, nimm sie bewusst wahr und richte danach deine Aufmerksamkeit wieder auf die Atmung
  • du wirst anfangs sehr überrascht sein, wie viele unnötige Gedanken du hast, keine Angst, denn auch das kannst du trainieren, denn umso öfter du meditierst, desto stiller werden deine Gedanken
  • nach 10-15 Minuten kannst du die Meditation beenden, bedenke aber umso länger du meditierst, desto tiefer gleitest du in die Meditation 
  • Wichtig: nimm dir danach ein paar Minuten Zeit und reflektiere. Welche Gefühle hattest du? Was hat dich besonders abgelenkt? Siehst du Vorteile für dich? 

Du siehst also Meditation ist nicht unbedingt eine esoterische Tätigkeit, um zur Erleuchtung zu gelangen. Sie kann dir helfen den Tag präsenter zu erleben, deine Gefühle zu ordnen, achtsamer zu werden, konzentrierter zu sein und noch vieles mehr. Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren und ich würde mich über einen Austausch eurer Erfahrungen freuen!

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