Warum ist Dankbarkeit so wichtig, und wie integriere ich sie in mein Leben?

Wir leben in einem Alltag ohne Pausen, ständig treiben wir uns von Tätigkeit zu Tätigkeit. Im Tunnelblick laufen wir durchs Leben, ohne den Moment zu realisieren. Die Suche nach dem richtigen Job, dem richtigen Partner oder Partnerin, der Kauf eines Traumautos oder Traumhauses,… 

Wo bleibt in diesem stressigen Alltag Zeit für uns? Wir haben Ablenkungen wie Fernseher, Smartphone und Co., kurze Pausen werden also durch endlosen Scrollen im Smartphone oder Fernseher überbrückt. Kurze Pause werden also nicht sinnvoll genutzt, sondern man überbrückt die Zeit mit endlosem Scrollen durchs Smartphone oder Durchzappen am Fernseher. 

Frage dich an dieser stelle einmal selbst, wann war ich das letzte mal dankbar für:

  • meine Gesundheit
  • meine Familie
  • meine Freunde
  • meine Arbeit
  • mein Essen
  • mein Zuhause
  • mein Leben 

Warum ist es wichtig, täglich dankbar zu sein?

Wie schon angesprochen, befinden wir uns mit unseren Gedanken, wenn wir keine Form der Achtsamkeitsübung in unserem Alltag integriert haben, entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Dankbarkeit ist eine einfache Möglichkeit, um unsere Gedanken zurück in die Gegenwart zu bringen. Denn nur in der Gegenwart können wir dankbar sein, dass wir an einem schönen Ort wohnen, genügend Geld verdienen, super Freunde haben oder ein einzigartiges Familienverhältnis haben.

Was auch immer du tust, lass die Vergangenheit nicht deine Gedanken belasten; lass die Zukunft dich nicht durcheinanderbringen. Die Vergangenheit gibt es nicht mehr, die Zukunft ist noch nicht da. In Erinnerung zu schwelgen und in seinen Träumen zu leben bedeutet, nicht am Leben teilzunehmen. Wenn du gedanklich an einem Ort bist, der nicht existiert, verpasst du das, was existiert. Es ist nur natürlich, dass du dich deswegen unglücklich fühlen wirst, weil du so dein Leben verpasst. Das ist das Geheimnis von Glück“ – Osho

Warum begehen Lottogewinner Suizid?

Ich bin der Meinung, dass wir bereit sein müssen, um mit Vermögen umzugehen. Viele Menschen streben nach ebendieser Erfüllung in der Zukunft. Das heißt, wir erzeugen ständig Probleme, die gelöst werden müssen, bevor wir zu unserer persönlichen Erfüllung kommen. 

Doch was wäre, wenn die größten Probleme, die wir haben plötzlich über Nacht gelöst werden würden?

Du gewinnst im Lotto. Die ersten Wochen wirst du dir all die Wünsche erfüllen, die du schon immer erträumt hattest. Du kaufst dir das Traumauto, die Traumvilla, den Traumurlaub. Doch was passiert, wenn du dir all deine Wünsche erfüllt hast, und all die Gegenstände und Erlebnisse normal und später langweilig für dich werden? Du sehnst dich weiterhin nach mehr Erfüllung in der Materiellen Welt, doch dieses Bedürfnis lässt sich nicht mehr erfüllen.

Egal ob du arm oder reich in der materiellen Welt bist, du musst lernen, immer mit der gegenwärtigen Situation glücklich zu sein. Aus diesem Grund müssen wir Dankbarkeit in unseren stressigen Alltag integrieren. Sie macht uns bewusst, wie viel wir besitzen und wie wunderschön dieses Leben ist.

Dankbarkeit beginnt bei einem selbst

Dankbarkeit beginnt mit Selbstreflexion. Um dankbar für äußere Einflüsse zu sein, muss du zuerst Dankbarkeit für dich selbst empfinden. Es ist ähnlich wie bei Notsituationen in Flugzeugen, um jemand anderen helfen zu können, musst du zuerst dir selbst helfen.

Diese Fragen werden dir helfen, Dankbarkeit für dich selbst zu entwickeln:

  • Welche positive Eigenschaft schätzt mein Umfeld an mir?
  • In welchen Bereichen bin ich besser als die 5 Menschen, mit denen ich am meisten Zeit verbringe? 
  • Welche meiner Fähigkeiten erwähnt meine Mutter/ mein Vater stolz, wenn sie/er über mich vor Verwandten oder Freunden spricht?
  • Was finde ich an meinem Körper besonders attraktiv?
  • Welche besonderen Erlebnisse hatte ich in meinem Leben?
  • Welche Charaktereigenschaft finde ich besonders gut an mir?

Nicht die glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind“ – Francis Bacon

Wie kann ich Dankbarkeit in meinen Alltag integrieren?

Wir lernen diese Fähigkeit unseren Kindern zum Beispiel beim Straße überqueren. Während wir Erwachsenen oft planlos im Smartphone verloren gehen heißt es für Kinder: „Stopp – Ausschau halten – loslaufen“. 

Nimm dir also eine kurze Pause und halte Ausschau nach deiner Möglichkeit, wie du Achtsamkeit in deinen Alltag integrieren kannst. Diese Tätigkeiten wende ich an, um mir bewusster zu werden über all die Dinge, die ich besitze:

  • geführte Dankbarkeitsmeditation: https://www.youtube.com/watch?v=aTS6NIkwqTQ
  • Dankbarkeitsmeditation: mache dir vor der Meditation Gedanken über welche Dinge du aktuell besonders dankbar bist. Nehmen wir an, du bist gerade besonders dankbar für dein familiäres Verhältnis. Schließe also die Augen und begib dich an einen ruhigen Ort an dem du dich wohl fühlst.
    • Stell dir nun vor, du bist umgeben von all den liebenswerten Menschen aus deiner Familie
    • Wie fühlt es sich an, all diese wunderbaren Menschen um dich herum zu haben?
    • Was würdest du ihnen gerne sagen und wie fühlt es sich an, wenn du ihnen dies sagst?
    • Warum empfindest du diese Dankbarkeit durch diese Menschen? Was zeichnet diese aus? Wodurch wird dieses Gefühl in dir ausgelöst?
  • Dankbarkeit am Morgen: die erste Stunde am Morgen sind wir am aufnahmefähigsten. Rufe dir gleich nach dem ersten Öffnen deiner Augen all die Dinge hervor für die du in den letzten Tagen dankbar warst.
  • Dankbarkeit am Abend: meist werden die letzten Gedanken den Abend zu unseren Träumen. Stell dir vor du würdest die ganze Nacht über Dinge träumen, für die du dankbar bist! Mit welchem Gefühl würdest du morgens aufwachen?

Vielen Menschen denken, dass Dankbarkeit aus Glück resultiert, doch ist es nicht genau umgekehrt? Wenn wir lernen tiefe Dankbarkeit zu empfinden, ist es uns möglich in jeder Situation glücklich zu sein. Egal ob du dich gerade in einer monotonen, langweiligen Tätigkeit befindest, oder am schönsten Ort der Welt. Du kannst es schaffen in beiden Fällen das gleiche Maß an Glücklichkeit zu empfinden, wenn du dir der Dinge bewusst wirst, für die du in diesem Moment dankbar sein kannst. 

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