Wie finde ich meinen Lebenszweck? Die Frage die viele von uns beschäftigt

Fast täglich verbringen wir 8 Stunden in einem Job, um unsere Lebenskosten decken zu können. Dabei kennen nur sehr wenige Menschen ihren persönlichen Lebenszweck. „Ich wünschte, ich hätte weniger gearbeitet“, ist laut dem Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ von Bronnie Ware einer der Gründe, die wir an unserem Lebensende am meisten bereuen. Doch hängt dies vielleicht damit zusammen, dass wir uns nicht wirklich Gedanken machen, was genau der Zweck hinter unserer Tätigkeit ist? 

Durch die vielen Möglichkeiten, die wir aktuell in Österreich oder auch in vielen anderen europäischen Ländern haben, fällt es uns immer schwerer eine Entscheidung zu treffen, in welche Richtung wir uns entwickeln sollen. Durch viele Ablenkungen geben wir uns selbst oft nicht die Möglichkeit dazu. Wie viele machen sich ernsthafte Gedanken warum sie hier auf diesem Planeten existieren oder was sie bis zu ihrem Lebensende verändern möchten, und wie viele versinken in den Ablenkungen des 21. Jahrhunderts?

Sind die Ansprüche an unsere Berufung schon zu groß geworden?

Wir leben in einem Land mit unzähligen beruflichen Möglichkeiten. Durch unser einzigartiges Sozialsystem müssen wir keine Angst vor der Arbeitslosigkeit haben, und wenn es doch so weit kommt, können wir mindestens 6 Monate volles Arbeitslosengeld beziehen. Wir haben also die Möglichkeit, ohne uns finanzielle Sorgen zu machen, unserer beruflichen Leidenschaft zu folgen. Trotzdem sind so viele Menschen in Österreich unzufrieden mit ihrer beruflichen Situation. Klar, wir sollten nach mehr streben, aus dem Hamsterrad ausbrechen und unserer Leidenschaft nachgehen, doch wann und womit geben wir uns zufrieden? Viele von uns wollen ein großes Haus, ein teures Auto und so viel Geld wie möglich auf dem Konto. Diesen Wunsch verfolgen viele Menschen, doch nur wenige erreichen diesen. Ich denke, dass jeder Mensch das Potential hat seine Ziele und Träume zu verwirklichen, doch sollten wir wieder lernen die einfachen Dinge zu schätzen. Wann hast du das letzte Mal einen Menschen gesehen, der bei der einfachsten Tätigkeit vollständig erfüllt aussieht? Mit der richtigen Einstellung ist es komplett egal welche Tätigkeit du nachgehst, du wirst immer glücklich sein. Viel zu oft suchen wir das Glück in der Zukunft und vergessen dabei den Moment zu genießen.

“Ein Traum ist nichts anderes, als eine mögliche Wirklichkeit, die nur darauf wartet, stattzufinden. Aber sie wartet nicht ewig. An irgendeinem Punkt muss man seinen Träumen helfen, den Übergang in die Wirklichkeit zu schaffen. Sonst verblasen sie früher oder später.” – John Strelecky

Werde dir deiner Werte bewusst!

Die Frage „Warum bin ich auf dieser Welt?“ oder „Was möchte ich im Laufe meines Lebens verändern?“ ist eine sehr große Hürde, die nur wenige meistern. Werde dir stattdessen zuerst bewusst, welche Werte zu deiner Person passen. Welche Werte haben die höchste Priorität in deinem Leben? Ist es dir zum Beispiel wichtig gesund zu sein, gute Freundschaften zu haben, viele Abenteuer zu erleben oder eine gute Beziehung zu deiner Familie und Verwandten zu haben? 

Es gibt im Internet zahlreiche Artikel wie du deine Werte mit leichten Methoden definieren kannst. Dies ist einer den ich dir empfehlen kann: https://bit.ly/2VoSobH

Was möchtest du in deinem Leben erleben?

Durch das genaue definieren deiner Werte wird es dir jetzt viel einfacher fallen, die richtigen Ziele für dich zu bestimmen. Schreibe alle Ziele auf ein Blatt. Was möchtest du in deinem Leben noch erleben, bevor du stirbst? Nimm dir ruhig viel Zeit für diese Aufgabe, du wirst merken dass dir mit genügen Zeit immer mehr Dinge einfallen werden. Nun muss du die Ziele differenzieren.

Ich unterscheide zwischen Bestimmungszielen und Zweckzielen. 

Zweckziele sind Ziele, die wir meist aufgrund unsers Umfelds wählen. Sie haben nichts mit unseren wirklichen Leidenschaften zu tun, wir wählen sie, weil die Familie diese Entscheidung von uns erwartet, Freunde diesen Weg gehen und wir denken wir müssten es ihnen nachmachen usw.

Bestimmungsziel sind Ziele, die wir aufgrund unserer eigenen Interessen und Talente wählen. Sie machen uns Angst und sind außerhalb unserer Komfortzone, jedoch können wir uns für sie auch am meisten begeistern.

“Die Erinnerung an uns würde nicht auf dem Leben basieren, das wir uns eigentlich erträumt hatten, sondern darauf, wie wir tatsächlich gelebt haben.” – John Strelecky

Wie erkenne ich, welcher Lebensweg der richtige für mich ist?

Viele Menschen verschwenden ihre Zeit damit, versuchen herauszufinden, welcher Lebensweg für sie der richtige ist, und verpassen dabei loszugehen. Dabei vergessen wir, dass egal welche Richtung wir einschlagen, uns jeder Weg näher an unser Ziel bringen wird. Hier möchte ich eine passende und motivierende Geschichte erzählen:

Es war einmal eine junge Frau, die schon immer davon geträumt hat das Meer zu sehen. Also beschließt sie in jungen Jahren ihren Weg zum Meer zu starten, um ihren Traum eines Tages zu verwirklichen. Alles was sie hat ist eine Richtung, die sie an ihr Ziel führen soll. Eines Tages gelangt sie zu einer Gabelung und ein Berg versperrt ihr die Sicht über den weiteren Verlauf der wege. Sie beschließt sich erst mal dort nieder zu lassen, um genau zu durchdenken, welcher Weg sie wohl zum Meer bringen wird. Jahre vergehen, doch sie zögert weiter eine Richtung einzuschlagen. Womöglich treibt sie ja der falsche Weg in eine völlig falsche Richtung und sie gelangt nie an ihr Ziel. Menschen, die an der Gabelung vorbeikommen haben noch nie etwas von einem Weg zum Meer gehört, somit beschließt sie weiter an der Gabelung zu warten. Eines Tages merkt sie, dass ihr ganzes Leben an ihr vorbeigezogen ist. Die nun schon sehr alte Frau beschließt mit ihrer letzten Kraft den Berg zu erklimmen, um zu sehen welcher Weg sie wohl zu ihrem Lebenstraum geführt hätte. Mit den letzten Kräften schleppt sie sich auf den Berg. Als sie nun endlich die Spitzte erreicht, sieht sie in weiter Ferne das Meer. Sie blickt hinunter zur Gabelung und verfolgt den Verlauf der beiden Wege. Da erkennt sie, dass beide Wege sich wieder zu einem vereinten und schlussendlich zum Meer führen. Egal welchen Weg sie eingeschlagen hätte, sie wäre schlussendlich zum Meer gekommen. Doch nun ist sie zu alt, um ihren Traum zu verwirklichen.

Den wahren Zweck seiner Existenz zu finden ist ein langer Weg und meist keine Entscheidung, die sich über Nacht von allein ergibt. Wichtig ist sich bei der Findung seines Lebenszwecks keinen Druck zu machen oder sich mit anderen zu vergleichen. Jeder Mensch hat seine eigene Uhr, es hat also keinen Sinn sich an anderen zu orientieren. Wir müssen mutig sein und uns so oft wie möglich ins Unbekannte begeben. 

Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch, wenn er nur offen genug dafür ist, früher oder später seinen Weg finden wird! Was ist eure Meinung zu diesem Thema, ich freue mich auf einen Austausch!

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